(Digitale) Geräte als Geschenk kaufen

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(Digitale) Geräte als Geschenk kaufen

Juli 11, 2024 Podcast 0

Von der Geschichten Box für kleine Kinder bis zum ersten Handy für eine Jugendliche. Geräte sind beliebte Geschenke bei Kindern und Jugendlichen. Entdecke in diesem Video, wie du Geräte als Geschenk für dein Kind auswählen kannst. Fachpersonen und Eltern erhalten wertvolle Einblicke, ab welchem Alter Kinder Zugang zu welchen Geräten haben sollten und welche Vorbereitungen und Abmachungen getroffen werden sollten. Ich spreche über Kriterien bei der Auswahl eines Geräts und welche Vor- und Nachteile All-in-One-Geräte im Vergleich zu spezialisierten Kindergeräten oder normalen Geräten haben. Weiter thematisiere ich wichtige Aspekte wie Datenschutz und die brenzligen Situationen, die es beim Auspacken geben kann. https://www.mediennutzungsvertrag.de/ Über diesen Link könnt ihr ohne Abo oder Anmeldung einen Kommentar oder sonstigen Beitrag hinterlassen: https://findmind.ch/c/fFKX-MsL2 Und hier einen Kaffee spendieren: https://www.buymeacoffee.com/LaurNetz

Transskript

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Reden über Medien. Der Podcast bietet Informationen, Diskussionen, Einschätzungen, Positionen zu Themen rund um Mediendigitalität, immer im Kontext von Kindern und Jugendlichen. Ich spreche über Themen wie Medienerziehung, Medienbildung und die zunehmende Durchdringung digitaler Medien in Arbeitsfeldern der Sozial. Dieser Podcast ist für dich, wenn du in deinem Alltag mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeitest oder mit ihnen zusammenlebst, dann kommst du sicher in die Situation, dass du mit ihrer Mediennutzung konfrontiert bist. Vielleicht bekommst du auch ein Spiegel zurück über deine eigene Mediennutzung.

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Du hast dich da auch entschieden, nicht einfach nur Zaungast zu sein, sondern so.

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Dieses viel besprochene Kinder und Jugendliche begleiten in der Mediennutzung auch wirklich ernst zu nehmen und suchst einen Ort, der dir hilft, dieses Begleiten zu reflektieren, dieses Begleiten auch zu füllen mit ganz konkreten Tipps, was denn das bedeuten könnte.

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Ich begrüße euch zur nächsten Folge Reden über Medien. In dieser Folge soll es um das Thema Gerätekäufe gehen. Es könnte sein, dass begründet in der Jahreszeit sich die einen oder anderen Fragen, welche Gedanken man sich machen kann, wenn man Kinder und Jugendlichen Geräte kauft. Und gerade vorweg, was es nicht wird, es wird keine Ÿousand Kaufberatung. Also ich werde nicht auf einzelne Produkte hinweisen, die ich jetzt vielleicht gut finde oder nicht. Ich werde mich daran halten zu versuchen ein paar Gedanken mitzugeben, fragen, die man sich stellen muss oder soll, wie man Geräte kauft oder auch wie man den Kauf oder den Einzug eines neuen Gerätes ins Familienleben oder ins Gruppenleben. Ich möchte vielmehr auf ein paar Fragen hinweisen. Zweitausendein neue Geräte zu tun.

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Ich möchte am Anfang so ein bisschen darauf eingehen, abwarten, welche Geräte. Dann möchte ich darauf eingehen, was vielleicht so vorbereitend, also bevor man die Sachen schenkt, was man vielleicht klären muss, welche Regeln man vielleicht irgendwie abmachen muss, solche Sachen. Dann soll es um das Gerät oder das Tool dann gehen, also so ein gewissen, ein Vorgehen, was man so beachten muss beim Kauf. Also so bisschen die Frage lieber ein Gerät, also alles kann oder verschiedene Geräte, die eben nur etwas können. Eine Frage, auf die ich eingeben möchte, ist die Frage, ob es Sachen sein sollen, die so jetzt ganz speziell für Kinder sind oder ob man dann lieber Geräte schon nimmt, die man hat und so ausstattet, dass sie für Kinder geachtet sind. Also auch so ein bisschen die Frage, ja teuer oder billig, was lohnt sich? Und als letztes einfach auch noch so ein paar Achtungs, also was man achten muss, wenn man den Kindern quasi Geräte zum Spielen zur Verfügung stellt. Ja und die erste Frage ist das ab wann?

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Und noch vor der Frage des Alters möchte ich hier dieses Mediensituationendreieck wieder ins Spiel bringen, das ich schon vorgestellt habe in der Folge Mediennutzungssituationen. Also diese drei Entwicklungsebenen, also die Gedächtnisebene und als drittes so die sozio emotionale Ebene, also diese drei Entwicklungen, das ist auch beim Kauf von einem Geschenk ein sehr wichtiger Punkt, also dass man sich wie ü wo steht mein Kind? Wo kann das Geschenk mein Kind fördern oder eben ablenken? Und das bringt uns dann eben schon so zu der ersten Frage, was ist denn ab vier geeignet? Und ab vier sollte, also im Vordergrund sollen Geschichten stehen, also Geschichten hören, mit Geschichten vielleicht so ein bisschen experimentieren, mit Worten spielen, mit Reimen spielen, mit Versen spielen. Also ich denke, hier sind so interaktive Spiele wie z.B. so Tiptop oder TipToy und ähnliches. Dann gibt es auch schon erste Spiele Apps, die aber sehr erzählend sind, wo die Interaktionsmöglichkeiten sehr viel mit der Geschichte zu tun haben und nicht mit der Geschicklichkeit, gewisse Aufgaben zu erledigen.

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Also im Vordergrund sollte so die Sprache sein, auch das gemeinsame Nutzen meiden sie. Also Geschenke, die so darauf ausgerichtet sind, dass sich ein Kind irgendwie in die Ecke setzt und stundenlang selbst beschäftigt. Das ist in diesem Alter nicht unbedingt zu empfehlen. Ab sechs Jahren können Geschenke aktuell werden, wo das Gerät auch bisschen im Mittelpunkt steht und auch die Bedienung vom Gerät, dass ich denke an Konsolenspiele oder Tablets, die multifunktional sind oder das Kind so gewisse verschiedene Sachen eben auf einem Gerät machen kann und man eben vielleicht Geschicklichkeitsspiele macht oder so Lernspiele macht, die viel Kniffe brauchen. Und das bringt uns schon irgendwie zur Frage nach dem eigenen Handy. Das ist ein Thema, da könnte man jetzt eine ganze Folge dazu machen, da gibt es aber auch schon ganz viele Informationen im Netz und ich würde das unterstützen, was die meisten finden. So 12 ist so der Übergang in die Zeit, wo man in die Oberstufe kommt. Viele haben einen weiteren Schulweg, viele werden immer mehr selbstständig.

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Es ist auch so ein bisschen die Grenze, wo man strafmündig wird, wie auch das Gesetz sagt, ob dann weiß ein Kind so bisschen, was es macht und kann Folgen auch abschätzen. Und darum denke ich, ist 12 Jahre ein gutes Alter für das erste eigene Gerät. Zweitausendein. Das schließt aber aus meiner Sicht nicht aus, dass vielleicht schon mit 10 ein Gerät vorhanden ist, das das Kind benutzen kann in einzelnen Situationen, aber das gehört dann nicht dem Kind und das Gerät ist dann vielleicht mehrheitlich bei den Eltern gelagert und dann ist es vielleicht für ins Training oder für diesen speziellen Nachmittag oder vielleicht reist das Kind am Wochenende allein zu den Großeltern oder solche Geschichten. Und dann kann man das temporär rausgehen und so ein bisschen Schritt zu zum Schritt begleiten ist der nächste Punkt. Und das ist auch so ein bisschen der fließende Übergang zu diesen Vorbereitungen abmachen, die es zu treffen gilt. Also so und da denke ich, ist eine ganz wichtige Frage wem gehört es? Und wenn wir von Geschenken sprechen, dann sind das Sachen, die ja in den Besitz der Kinder übergehen.

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Und das sollen sie ja auch genießen können. Für das machen wir ja auch Geschenke Ÿousand. Und da gilt es aber so ein bisschen abzugrenzen, dass die Nutzung dann trotzdem nicht oder dass der ewige Zugang oder der ständige Nutzen nicht zum gehören gehört. Und das gehört vorbereitet. Je nach Kinder ist es etwas völlig klares. Je nach Kind können sie da sehr überrascht reagieren, dass das jetzt nicht heißt, dass sie ständig das haben dürfen und selbst verwalten dürfen, wie sie das brauchen. Also klären sie und besprechen sie das mit dem Kind im im voraus. Überlegen sie sich auch schon, welche Abmachungen gelten sollen, welche Regeln gelten sollen.

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Das ist jetzt spätestens der Punkt, wo sie sich diese Vorstellung einer positiven Medzenutzung machen sollten. Wenn sie sich damit beschäftigen wollen, gibt es ein Video dazu auf YouTube. Das ist beim Podcast findet man das noch nicht. Das heißt positive Mediennutzung. Und ganz kurz ist die Idee davon, dass man halt eben nicht nur weiß, was man nicht nicht will und dem Kind immer sagen muss, das darfst du nicht, das sollst du nicht, sondern dass man halt eben auch eine gute Vorstellung hat davon, was man möchte. Und wenn man das Geschenk macht und wenn man sich Abmachungen überlegt, dann hilft es einem auch, die wichtigen Abmachungen zu machen. Also welche Abmachungen gelten? Darfst du das immer haben?

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Musst du das im Raum benutzen? Wo wir auch sind? Können Fragen sein darfst du es nach draußen nehmen? Darfst du es mit in die Schule nehmen? Wie lange darfst du damit spielen? Und das sind alles Fragen, wo man sich am besten im Vorfeld schon ein bisschen Gedanken macht. Also vieles kann man ja nicht beeinflussen, weil man nicht weiß, wie das Kind das Gespräch, das Geschenk dann annehmen wird. Und das bringt uns schon zum letzten dieser Punkte.

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Überdenken sie sich schon ein bisschen, wie viel Zeit sie haben wollen, um das einzurichten. Und im Gegensatz zu analogen Geschenken ist es dann oft so, dass man nicht gerade damit spielen kann. Also stellen sie sich den Weihnachtsabend vor und sie bekommen diese dieses Handy und dann muss sich das Kind entscheiden. Ich setze mich jetzt während dem Weihnachtsfest hin und richte das Handy ein und das dauert dann vielleicht 1 Stunde, 2 Stunden, wo man dann nervös mit dem Handy beschäftigt ist, was schon zu den ersten Konflikten führen könnte. Und die andere Möglichkeit ist, ich habe jetzt endlich dieses Handy und ich lasse es verpackt und lege es in die Ecke und muss dann warten, dann muss ich ins Bett und dann kann ich morgen und so. Also überlegen sie sich, wie sie das Geschenk schenken. Zweitausendein überlegen sie sich auch schon, wer es einrichten soll und wie sie es einrichten sollen. Das gehört dann vielleicht ein bisschen zum Geschenk dazu, dass sie dann ein paar Videos schauen, ein paar YouTube Videos schauen oder ein paar Artikel lesen, was da auf sie zukommt, weil es gibt nichts schlimmeres wie dann der Frust, weil man etwas nicht so nutzen kann, wie man sich das eigentlich gedacht hat.

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Und darum empfehle ich ihn so ein bisschen als Hilfe oder als Leitplanken zur Entscheidung, was es denn am Schluss sein soll, wie sich gut zu überlegen, was ich denn meinem Kind guttun will. Also was möchte ich schenken? Möchte ich ihm jetzt diese Boombox kaufen oder möchte ich, dass mein Kind Musik hören kann oder möchte ich, dass mein Kind einfach alleine Geschichten hören kann? Also so ein bisschen konkreter zu werden in dem, was sie eigentlich schenken wollen. Das hilft ihnen auch in der Fülle der Angebote dann Kriterien zu haben, sich zu entscheiden. Also soll es eher eine Geschichtenbox sein, wie so ein bisschen diese Figürchen, die man einstellt und es ist dann eine Geschichte und man hat fünf Geschichten oder wollen sie sich für eine Geschichtenbox entscheiden, wo sie unendlich viele Geschichten zur Verfügung hat? Und das kommt natürlich darauf an, wo das Kind steht und was sie wollen. Also ist es irgendwie das Statussymbol, dass sie ihrem Kind irgendwie dieses Apple Produkt oder dieses neueste irgendetwas schenken wollen, wo es eigentlich hauptsächlich um den Gegenstand geht oder ist es ein Erlebnis, dass sie ihrem Kind schenken wollen mit dem Geschenk?

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Und dazu gehört auch bisschen die Überlegung, was möchte ich aber nicht? Möchte ich, das ist ich möchte, dass es Geschichten hören kann, aber ich möchte nicht, dass es unendlich ewig sich verkriechen kann und immer so viele Geschichten hat oder sich nicht entscheiden kann. Überlegen sie sich auch hier, um auf Kriterien zu kommen, auf was sie dann beim Einkauf dann achten sollen, dass sie auch sich klar abgrenzen können von Nutzungsmöglichkeiten, die dann eben mit dem Gerät mitkommen, weil bei den meisten Geräten wird sich dann eben wirklich etwas verändern. Also wenn sie ihrem Kind einen Bluetooth Lautsprecher schenken, dann wird es laut in der Wohnung. Wenn sie ein Handy schenken, dann sind eben die ganzen Diskussionen die ein Handy halt einfach mitbringen, sind dabei. Wenn sie eine Spielkonsole schenken, dann gehört diese Diskussion, wie viel und welches Spiel dann wir einfach dazu. Also machen sie sich da so ein bisschen Gedanken, damit sie vorbereitet sind, was sie da in Ihres Haus reinlassen und eben was sich dann allenfalls auffangen lässt mit irgendwelchen. Und das ist auch bisschen gebunden an, wie viel Zeit bin ich bereit zu investieren?

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Also Zeit, die dann eben auch bedeutet, Geräte zu warten, Kindersicherungen einzurichten oder Kontos zur Verfügung zu stellen, aufzuladen, reparieren, Funktionen herauszufinden. Also das sind ganz viele Faktoren, die man sich im Vorhinein überlegen muss. Oder ist jemand da, den sie kennen, der das für sie übernehmen kann? Oder entscheiden sie sich jetzt dafür, das ist jetzt für mich der Moment, wo ich die Gelegenheit nutze, eben in das Thema vielleicht noch mehr einzusteigen und mit dem Kind zusammen das zu entdecken und das zusammen dann vielleicht auch einfach so ein heimlicher Teil schon des Geschenkes ist, so vielleicht der Hintergrund dieses Gedankens ist, dass ich noch oft so Gedanken höre, ich schenke das und dann hat sich das erledigt oder dann sind wir diese Auseinandersetzung los. Und sie werden eher mehr Auseinandersetzungen haben, wenn sie technische Geräte schenken. Je nachdem, was sie schenken, lesen sie wirklich dann auch noch nach, was da möglich ist und was nicht. Da kommen wir dann auch bei den achtungsweiten Albersteinen noch dazu. Und all diese Fragen hilft ihnen dann bei den Entscheidungen, ob sie eben alles in einem oder verschiedene Sachen wollen.

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Denn wenn sie alles verschiedene Sachen kaufen, also etwas zum Musik hören, etwas zum Fotografieren oder Bilder machen, etwas, um mit Audio zu experimentieren, etwas zum Telefonieren zweitausendein, dann ist es natürlich viel teurer, als wenn sie einfach ein Gerät kaufen, das alles kann. Es ist aber dann halt so, dass sie die Kontrolle verlieren. Kinder werden dann eventuell das Geschenk nicht für das brauchen, für was es gedacht ist oder was sie sich gewünscht haben. Je multifunktionaler etwas ist, umso mehr Ablenkung bringt es. Und denken sie nicht, dass das Kind diese Sachen nicht herausfindet. Wenn es eine Möglichkeit gibt, mit dem Kassettenrekorder online zu gehen, dann werden sie das früher oder später herausfinden und sie verlieren dann so ein bisschen die Kontrolle darüber, ebenso zu wissen, was das Kind mit dem Gerät macht. Und solange sie da einfach nebendran sitzen, ist es kein Problem. Solange das halt Mediennutzung dann in einem Zimmer passiert, wo sie nicht hinsehen können, da verlieren sie halt dann einfach eben so diese Kontrolle.

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Also ganz einfach gesagt, ja, wenn das Ding nur Musik machen kann, dann können sie einfach nur Musik hören und Eltern von Teenagern mit Handys werden das bestätigen können. Man weiß nicht, ob sie jetzt Musik hören und dabei noch Musikvideos schauen oder noch etwas anderes machen. Es wird extrem schwierig, das im Auge zu behalten. Und wenn man dann zum Einschlafen dann zuerst checken muss, ob sie jetzt nebendran auch noch am WhatsApp schreiben sind, dann wird es halt irgendwie so extrem mühsam. Und wenn sie für alles ein eigenes Gerät haben, ersparen sie sich, also dann geben sie mehr Geld aus, aber sie ersparen sich ganz viele Diskussionen und Möglichkeiten. Und oft denken Eltern, oft denken Eltern auch, ja das kann man dann ja einstellen. Ja, sehen sie das kritisch? Oft gibt es irgendwo die Einstellung, dass man das machen kann, das kann man dann aber nicht so machen, dass das Kind es nicht auch ausstellen kann.

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Und wenn sie jemand sind, der technisch absolut versiert sind, ja dann spielt das natürlich keine Rolle, dann können sie das einschätzen und heraus finden. Aber gerade wenn sie selbst finden, sie möchten sich nicht viel mit Technik auseinandersetzen, ja dann kostet es halt manchmal ein bisschen mehr und dann kann man dann etwas eben physisch auseinanderhalten. Aber schauen sie dann auch trotzdem, was für Funktionen dieses Spielzeug hat, das sie ihrem Kind kaufen. Und dann werden sie sich vielleicht fragen, braucht es jetzt ein Kindertablet oder ein Erwachsenen Tablet? Tut es das nicht auch oder ein Spielkind? Es gibt ja vor allem gibt es so diese Spezialkinder Sachen und was dafür spricht, solche speziellen Kinderspielzeuge zu nutzen ist, dass die Sachen meistens geschützt sind. Und da hängt aber dann auch gerade die Schattenseite daran. Wenn sie dann eben aber nicht geschützt sind, dann hat man Vertrauen in etwas Falsches.

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Der Vorteil ist aber, dass Funktionen eingeschränkt sind. Oft können die dann eben nur etwas oder sie können schon mehrere Sachen, aber das dann nur sehr begrenzt. Sie sind oft einfacher zu bedienen. Der Haken daran ist eben, dass man aber dann die Bedienung der anderen Geräte nicht dazu lernt. Ja und irgendwann sind dann diese Kindersachen auch nicht mehr brauchbar. Also das habe ich jetzt schon ein paar mal erlebt, dann macht man einen Minecraft Anlass und dann kommen Kinder mit so Kindertablets und denken, sie können jetzt Minecraft spielen, müssen dann erstaunt feststellen, dass die Geräte das einfach nicht nicht packen. Also so, ja, man schließt halt vieles aus und oft ist dann auch die Sachen, die drauf sind und oft sind dann die Sachen eben, die auf den Kindersachen drauf sind, dann wirklich für Kinder. Sie müssen das halt mit dem Alter dann wie anpassen, damit das Kind dann auch noch Freude hat, wenn es aus dem Alter draußen ist und kaufen sie dann nicht irgendwie einem Zehnjährigen ein Kindertablet, das für Siebenjährige geeignet ist, weil es wird darauf nur für ihn oder sie sehr langweilige Spiele finden.

00:17:57
Also da müssen sie wirklich schauen, was kann das Gerät und ist es alters angebracht dem gegenüber, wo mein Kind steht? Eben. Und da stellt sich eben auch so ein bisschen die Frage nach dem nach dem teuer. Ja, teuer ist oft auch besser und gescheiter. Überlegen sie gut, wo sie sparen. Und ich möchte hier ein kleines Beispiel bringen von dem Heim, wo ich gearbeitet habe und da war ein Kind und jedes Mal, als ich gekommen habe, ich war da irgendwie einmal die Woche dieses Kind da gehockt mit dem Tablet und wir mussten x Konten einrichten und x Sachen wieder einrichten. Und ich habe mich dann immer gefragt, warum schmeißt es dich dann immer raus? Wieso müssen wir das machen?

00:18:39
Und wir haben dann schon festgestellt, dass man beim Kauf vom Gerät, man sich halt entschieden hat für einen kleinen Speicher und da hatten also für das Kind halt einfach diese drei oder vier Spiele Platz und das Kind hat dann immer, wenn es etwas anderes spielen wolle, dann wieder Sachen gelöscht. Und als es dann die anderen Sachen, die es wieder spielen, dann war es natürlich wieder nicht eingerichtet. Und weil natürlich die Kindersicherung drin war, konnte das Kind es nicht alleine machen. Und man hat sich dann da eigentlich durch dieses Sparpotenzial von einer SD Karte und eine größere Karte hätte 40 Franken mehr gekostet, hat man sich eigentlich dann viel Ärger vom Kind, wo es eben nicht spielen konnte, sondern sich damit rumärgern musste, dass irgendetwas nicht geht und dann auch ganz viel Zeit von mir als Erwachsener, um das immer wieder anzumelden. Und das sind dann Sachen, wo man damit kämpft, weil die Sachen halt nicht wirklich funktionieren. Dann ist es auch so, dass die teuren Sachen oft auch länger halten, weil sie bisschen besser gebaut sind, bisschen stabiler gebaut sind und dann vielleicht auch mal einen Sturz überleben oder eine falsche Bedienung überlegen. Und auf der anderen Seite ja eben hängt ein bisschen mit mit dem ersten Teil, also mit dem besser oder gescheiter zusammen. Man spart dann halt oft Zeit, weil es halt eben vielseitig einsetzbar sind.

00:20:05
Aber eben hier wieder diese Rücklaufung mit oben, dann ist es natürlich auch für vieles brauchbar und dann braucht es eigentlich wieder die Energie, um die Sachen einzugrenzen. Jetzt sind wir schon bei den achtungs etwas, was Eltern gerne machen, ist alte Geräte, die sie früher selbst verwendet haben, an die nächste Generation weiterzugeben. Und gegen das spricht auch nichts, schon aus dem Grund von der Nachhaltigkeit. Aber man muss sich da gewisse Sachen bedenken. Einerseits zum Thema Datenschutz. Schauen sie, dass sie wirklich alles auf Ihrem Handy löschen. Also ich habe schon alles gehört von alten Streitchats, die von den Eltern noch auf dem Foto waren, von alten Fotos, die noch auf dem Handy waren, die die Kinder nicht sehen wollten, bis zu Passwörter, die gespeichert waren, wo dann die Kinder für alle Geräte die Zugriffe zu den Passwörtern hatten. Also machen sie da wirklich auf Werkstellung zurücksetzen und setzen sie das ganze neu auf.

00:21:16
Vermeiden sie es auch quasi so Accounts gemeinsam zu verwenden. Also spätestens wenn das Kind das eigene Gerät braucht, braucht es auch eine eigene Apple id oder eine andere google id, denn sie wollen auch da nicht, dass sich die Sachen miteinander vermischen. Am Anfang geht das noch so ein bisschen gut, wenn die Kinder eben das Gerät einfach nur so zeitweise nutzen und aber irgendwann führt es dann eben nur zur Verwirrung. Was man machen kann, wenn man das Kind noch ein bisschen mehr begleiten möchte, ist, dass man die E mail Adresse, die man benutzt für einen Grundaccount wie die Apple id oder die Google id, dass man diese E mail Adresse auch bei sich auf dem Handy installiert und so die Mails auch bekommt. Also wenn sich dann das Kind dann irgendwie ausschließt oder irgendetwie komische Mitteilungen reinkommen, dann sieht man das noch so ein bisschen mit. Aber so halten sie diese Trennung ein bei vielen Ÿousand Spielzeugen oder vor allem bei Spielzeugen, die so viele technische Komponenten haben, wie die sprechen können oder wo man Sachen aufnehmen kann oder so. Informieren sie sich da ganz besonders über den Datenschutz. Es ist immer wieder vorgekommen, dass Kinder mit Puppen geredet haben, wo jeder mithören könnte oder dass die Anbieter das irgendwo gespeichert haben, wo man alle mithören konnte.

00:22:43
Also technisch. Die Geschenke sind umso besser. Schauen sie hin und wenn sie das Gefühl haben, sie verstehen gar nicht, was da passiert, dann nehmen sie sich entweder wirklich Zeit oder suchen sie sich ein anderes Geschenk. Diese Überraschungen möchten sie nicht erleben. Ich habe es oben schon ein bisschen erwähnt. Und überlegen sie sich auch die gewissen Unterschiede, die es bringt, wenn man das als Geschenk einpackt. Gewisse Geschenke brauchen Batterien, Zweitausendein, gewisse Geschenke brauchen ein Konto, gewisse Geschenke brauchen ein WLAN oder sie brauchen irgendeine spezielle Konfiguration. Und schauen sie sich das dass sie die Sachen dann zur Hand haben, damit das Kind nicht enttäuscht ist, wenn es dann schlussendlich drei Wochen geht, bis sie alles zusammen haben, was sie für das Geschenk brauchen und dann merken, ah, das geht ja gar nicht, weil wir haben das und das.

00:23:37
Also überlegen sie sich auch den Moment vom Schenken. Es ist natürlich dann auch wichtig, dieses Gefühl vom Einpacken oder eher das Gefühl vom Auspacken noch erhalten zu können. Gerade bei Teenager ist es ja wie ein Moment, das gehört halt irgendwie dazu. Die sind sich das so gewohnt von diesen Unpacking Videos, also wie zuzusehen, wie man die Sachen auspackt. Und das ist also ein Stahlbestein, wo man nach darüber stapeln kann. So, das wäre es schon wieder gewesen mit dieser Folge. Ich habe schon angekündigt, dass es eher eine kurze Folge sein wird. Ich hoffe, ich habe so ein bisschen die Punkte getroffen, die euch helfen, die Entscheidungen zu treffen für eure Kinder oder für die Kinder, die in eurer Institution sind, das richtige Geschenk zu finden oder die richtige Beratung zu dem Geschenk zu finden.

00:24:26
Solltest du noch ganz konkrete Fragen zum einen oder anderen haben, bist du immer eingeladen, Kommentar hinterzulassen oder dich direkt über den Umfrage Link zu melden. Ich freue mich von dir zu hören. Wenn ihr andere Eltern, andere Sozialarbeitende kennt, andere Sozialpädagogen und noch nicht wisst, was ihr ihnen zu Weihnachten schenken wollt, dann schenkt ihnen doch den Link zu diesem Podcast, so dass auch sie in Zukunft in den Genuss meiner honig süßen Stimme kommen. Ansonsten wünsche ich euch, wünsche ich dir eine gute Zeit, ein gutes Jahresende, ganz viele schöne Feste und hoffentlich auch ganz viel Ruhe und dann auch ganz viel Freude beim Auspacken und Gebrauchen von den Geschenken. Das sind ja auch immer ganz neue Möglichkeiten, mit den Kindern in Kontakt zu kommen, die Kinder ganz neu zu erleben und mit ihnen zusammen Sachen zu entdecken. Und somit bleibt nur noch das und tschüss, habt eine gute Zeit. Bis zur nächsten Folge.

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