Vereinswebseite Reden über Medien

Juli 11, 2024 Podcast 0

In dieser Folge „Reden über Medien“ beleuchte ich die Entwicklungsschritte von Kindern im Alter von 0 bis 4 Jahren und wie Medienerziehung altersgerecht in ihr Leben integriert werden kann. Ich rede darüber, wie Medien die Entwicklung von Kleinkindern beeinflussen und spreche konkrete Tipps zur Medienerziehung und -nutzung an. Von der Anpassung der Medieninhalte an die Entwicklungsstufen der Kinder bis hin zu kreativen Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien. Diese Episode richtet sich an Eltern, Fachpersonen im Bereich der Erziehung/ Pädagogik und alle, die Kinder im digitalen Zeitalter begleiten möchten.

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00:00 Einführung: Die Rolle digitaler Medien für Kinder

02:30 Der Verein „Reden über Medien“: ein neues Kapitel

05:00 Altersgerechter Medienumgang: Was bedeutet das?

06:37 Das erste halbe Jahr

09:38 Das zweite Halbjahr

10:24 Das zweite Jahr. Krabbeln, gehen und Begreifen

11:20 Die ersten Bilderbücher

12:36 Erstes Experimentieren mit digitalen Medien

14:30 Das dritte Lebensjahr. Spiele mit Regeln Spielen. Erste Mediengewohnheiten

19:00 Fernsehkonsum und Sprachentwicklung

19:49 Das Vierte Lebensjahr. Kindergarten, soziale Kontakte und kleine Expert*innen

21:48 Bekannte Skripts nachspielen und interpretieren

22:50 Geschichten mit ersten Medienproduktionen weiterspinnen

24:10 Aufführungen im Kindergarten Filmen

26:00 Fotografieren in der Familie

28:43 Tablets und Handys selbst bedienen

29:38 KinderApps

30:53 Anschlusskommunikation

Transkript

00:00:00
Reden über Medien. Der Podcast bietet Informationen, Diskussionen, Einschätzungen, Positionen zu Themen rund um Mediendigitalität, immer im Kontext von Kindern und Jugendlichen. Ich spreche über Themen wie Medienerziehung, Medienbildung und die zunehmende Durchdringung digitaler Medien in Arbeitsfeldern der Sozial. Dieser Podcast ist für dich, wenn du in deinem Alltag mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeitest oder mit ihnen zusammen lebstausend, kommst du sicher in die Situation, dass du mit ihrer Mediennutzung konfrontiert bist. Vielleicht bekommst du auch einen Spiegel zurück über deine eigene Mediennutzung. Du hast dich da auch entschieden, nicht einfach nur Zaungast zu sein, sondern so dieses viel besprochene Kinder und Jugendliche Begleiter in der Mediennutzung auch wirklich ernst zu nehmen und suchst einen Ort, der dir hilft, dieses Begleiten zu reflektieren. Tipps, was denn das bedeuten könnte. Ja, ich begrüße euch zu dieser neuen Podcast Folge Reden über Medien.

00:01:12
Heute geht es wieder um Kleinkinder und digitale Medien, aber vorher noch paar Sachen in eigener Sache. Es gibt jetzt den Verein zum Podcast. Also reden über Medien ist ein wichtiges Thema und da sind auch andere Leute gekommen, haben gefunden, eigentlich müsste man das ja wie so breiter aufnehmen und sich dafür einsetzen, dass wir in der Gesellschaft von mehr darüber reden, wie Mädchen eingesetzt werden sollen, wie wir diesen Graben zwischen Kindern und Jugendlichen, wie wir so diesen Graben zwischen der jüngeren und der älteren Generation positiv beeinflussen können. Und es soll in dieser Diskussion gar nicht unbedingt immer nur um Medien gehen, sondern wie eben Medien in der Kommunikation, was die freien Einfluss haben können. Darum hast du jetzt die Möglichkeit, Mitglied des Vereins Reden über Medien zu werden zweitausendein. Es gibt dann auch eine kleine Newsletter, keine Angst, du wirst dann nicht zugespannt, da kommt maximal einmal im Monat irgendwie eine Nachricht über die neuesten Sachen, die passiert sind. Nicht die Einladung. Du hast die Möglichkeit, passiv oder aktiv Mitglied zu sein.

00:02:21
Das ist mit oder ohne Mitgliederbeitrag. Mit Mitgliederbeitrag erhältst du eine Stimme in der Mitgliederversammlung, wo du also auch so ein bisschen die Ausrichtung des Vereins mitsteuern kannst. Das alles findest du über die Webseite redenübermedien ch. Der Podcast ist jetzt podcast redenübermedien ch. Also vieles bleibt gleich. Wenn du einfach ab und zu zuhören willst, dann höre einfach zu. Aber wenn du denkst, ja doch, das ist eine gute Sache, ich möchte da meine Unterstützung geben, dann hast du jetzt die Möglichkeit, da mitzumachen. So, das bringt uns jetzt aber wieder zum Inhalt.

00:02:59
Heute geht es wieder um das Thema Kleinkinder und digitale Medien. Wie versprochen soll heute der Fokus darauf liegen, die Entwicklungsschritte von Kindern von null bis vier Jahren bisschen genauer darzustellen, weil wir haben festgestellt in der letzten Folge, dass etwas ganz Wichtiges in diesem Thema Medienerziehung, vor allem wenn die Kinder ganz klein ist, dass das Medium oder die Sachen, die man zeigt und auch die Geräte und die Situation an die Entwicklung des Kindes anpassen muss. Und um diese Anpassleistung zu machen, braucht es natürlich so bisschen Wissen über die Entwicklung. Wenn du in einem professionellen Rahmen stehst oder als Elternteil sehr interessiert bist, dann würde ich dir empfehlen, dieses Paper zu lesen, was ich verlinke, wo ich auch heute mich hauptsächlich darauf beziehen werde. Das ist ein Paper aus der MoFAM Studie, die vom JTF in München gemacht wurde. Und in dieser Expertise wird wirklich so Alto für Alto, Schritt für Schritt beschrieben, wo das Kind steht, was es gerade lernt und was das für die Mediennutzung heißen kann, könnte. Und ich komme natürlich nicht dazu. Es macht ja auch keinen Sinn, dass ich jetzt dieses Dokument hier vorlese.

00:04:33
Ich werde so wichtigste Punkte rausnehmen, so dass es auch übersichtlich bleibt. Wenn du dich aber wirklich vertieft interessierst, dann lohnt sich das mal anzuschauen. Es gibt für Eltern auch andere Möglichkeiten. Besorge dir z.B. die Elternbriefe der Pro Juventute. Da bekommst du auf das Alter abgestimmt von deinem Kind verschiedene Informationen zu, wo dein Kind gerade steht, welche Entwicklungen es gerade durchmacht. Und das macht es wahnsinnig viel einfacher, diese Entscheidungen zu treffen. Dann fassen wir so ein bisschen auch zusammen aus der letzten Folge.

00:05:10
Was heißt altersgerecht? Altersgerecht heißt, die Dauer ist auf die Aufmerksamkeitsspanne des Kindes abgestimmt. Die Inhalte sind altersgerecht, das heißt, das Tempo stimmt, ist nicht zu schnell, es ist eher ruhig. Die Inhalte ist auf das, was das Kind schon erfassen kann. Also bis in sicher vier, fünf Jahre macht es Sinn, das Kind mit Inhalten zu konfrontieren, dass es aus seinem Alltag kennt, aus seiner Lebenswelt kennt, weil es dann viel einfacher solche Verbindungen herstellen kann. Dann ist es natürlich auch wichtig zu schauen, dass Werbung nicht vorkommt, weil das eine kognitive Leistung braucht vom Kind das einzuordnen. Was ist jetzt dieses schnelle, bunte Tastatur dazwischen kommt? Hat das etwas mit der Geschichte zu tun?

00:06:04
Natürlich möchte das Kind das dann kaufen oder haben oder wird davon abgerissen. Also das sind die wichtigsten Aspekte, auf die man schaut. Natürlich kommt es beim Inhalt auch noch darauf an, dass das nicht zu gefürchtig ist, dass das Kinder das einordnen kann. Kurz zusammengefasst, was altersgerecht heißt. Nun tauchen wir aber ein. Wie schon im letzten Podcast angedeutet, sind Säuglinge, die auf die Welt kommen, die haben alle Sinne. Die haben alle Sinne und können diese gebrauchen. Am besten ausgebildet ist der Hörsint und der Geruchssinn, da nehmen sie schon sehr differenziert wahr.

00:06:47
Was ganz aber wichtig ist, ist, dass das Verarbeitungszentrum noch nicht vorhanden ist, die diese Eindrücke einordnen kann und darum die Gefahr des über die Gefahr eines Überstrapazierungs des Systems besteht. Von dem her gilt es in den ersten Wochen, Monaten sicher das Kind gut abzustützen, also nicht nur von Mediengeräten, aber allgemein. Lärm, zu viel Hektik, zu viel Bewegungen, zu viel Informationen überfordert das Kind. Was das Kleinkind kann, sind schon reflexartige Bewegungen zu machen. Z.B. ganz typisch, wenn man den Finger ins Händchen hält, dann tendenziell greift das Baby dann zu. Das sind Reflexe, die werden nicht bewusst vom Kind gesteuert. Auch hier schon Achtung auf Missdeutungen.

00:07:42
Das heißt nicht, dass das Kind denkt, oh, das ist der Finger meines Papis, meiner Mami, den ich da halte, sondern das ist ein Reflex. Je älter die Babys werden, also wenn sie so vier bis fünf Monate alt sind, fangen sie an, nach Sachen zu greifen. Sie verstehen dann immer besser, wie sie ihre Händchen gebrauchen können. Eine wichtige Entwicklungsstufe, die kommt dann ein bisschen später, ist, wenn sie verstehen, dass sie nicht nur mit den ganzen Händen greifen können, sondern quasi der Fingergriff. Das ist ja das, was uns von fast allen oder glaube allen, von vielen Zeugentieren unterscheidet, dass wir diesen Daumen haben und der uns erlaubt, Sachen zu greifen. In diesem Alter interessieren sich Kinder auch ganz stark für Gegenstände, die rumliegen. Sie wollen diese greifen, sie wollen diese verstehen. Und auch wenn sie dann ein bauklötzchen Dinge an den Kopf halten, dann heißt das nicht, dass sie das Konzept von Telefonieren schon verstanden haben, sondern sie ahmen die Menschen nach, die sie mögen.

00:08:46
Und in dieser Zeit, um wieder Bezug zu nehmen zum letzten Podcast, sind vor allem diese Primärerfahrungen wichtig, dass das Kind so rumrollt, krabbelt, greift, angefasst wird, Kitzelspiele zu machen, so erste hoppe Hoppe Reiter Sachen, so um, also nicht zu wild, weil auch der Nacken ist natürlich noch nicht so stabil angebaut und Mädchen sollten da im ersten Teil erst eine sekundäre Rolle spielen. Was natürlich sein kann, Platz hat, sind so feine Melodien oder Musik zum Einschlafen oder um irgendwie sich zusammen zu wiegen und zu tanzen. Und hier ganz wichtig, der Kontext ist die Berührung mit den Erwachsenen. Ja und je älter sie werden, also so im zweiten Halbjahr werden sie natürlich mobiler, da wird es dann langsam gefährlich, irgendwelche Schränke offen zu lassen oder Gegenstände rumliegen zu lassen. Da kommt dann eben dieser Fingergriff irgendwie auch dazu. Und so ist das erste Jahr schon bald vorbei. Da möchte ich noch gar nicht viel mehr sagen, weil eben wie gesagt, so Medien da noch nicht eine große Rolle spielen. Im zweiten Jahr geht es dann so richtig los.

00:10:03
Einerseits entwickelt sich der Bewegungsapparat, sie fangen an, auf ihren eigenen Füßen zu stehen, erste Schritte zu machen, sich fortzubewegen und etwas ganz wichtiges passiert. Sie verstehen so etwas wie die Objektpermanenz, also das ist diese Brille existiert nicht nur dann, wenn das Kind sie sieht, sondern auch wenn die weggepackt wird. Dann versteht das Kind, ist diese Brille woanders ist und also etwas nicht quasi inexistent wird, wenn es das Blickfeld verlässt. Auch fangen sie an zu verstehen, dass Bilder wie auch Symbole sind, also dass dieses Bild auch eine Kirche darstellen kann. Und hier sehen sie jetzt auch wieso, dass das so wichtig ist, dass das Kind Bilder anschaut, dass es auch kennt, weil das Gehirn lernt das natürlich so diese Vergleiche herzustellen. Ah, das ist eine Kirche in diesem Buch und da ist eine Kirche auf dem Tisch und die Mutter nimmt es dann möchtest willst du eine Kirche? Und so entstehen langsam diese Verbindungen. Also die ersten Bildbücher, die Kinder da anschauen in diesem Alter, sind noch sehr einfach gestaltet.

00:11:21
Lassen sie sich da nicht von dem Gefühl leiten, oh, das ist ein langweiliges Buch, weil das ist gar nicht liebevoll, da hat es keinen Hintergrund oder so. Das wichtigste in diesem Alter sind einfache Bilder, dass das Kind sehen kann, erkennen und auch einordnen kann. Was auch im zweiten Jahr passieren kann, ist, dass das Kind anfängt sie nachzumachen, auch wenn sie gerade nicht da sind oder dass es eben Tätigkeiten nachmacht, die nicht unmittelbar, dass das Kind nicht unmittelbar sieht. Und das Kind fängt natürlich auch an, Sprache zu gebrauchen. Und neben dieser Fähigkeit anfangen Wörter zu gebrauchen und Wörter zu produzieren, auch selber Wörter zu erfinden, erkennt sich das Kind auch langsam im Spiegel und so lernt es, dass es selbst eine Person ist, dass es einen Zusammenhang gibt mit diesen wunderbaren Wesen, die es den ganzen Tag sieht und so Reflektionen über einen selbst zu machen. Und hier bietet sich an, erste Tätigkeiten zu machen, wo ein Medium im Mittelpunkt steht, wie z.b. das das Kind sich selbst fotografiert oder andere fotografiert oder vielleicht auch einfach das Gerät so bekommt. Und da geht es nicht darum, ein möglichst schönes Foto zu machen, sondern sich selbst abzulichten und ein Foto der Nase zu machen oder in den Mund rein zu fotografieren.

00:12:49
Also so ganz einfache Experimente, diese dann kurz anzuschauen. Oder eben etwas, das ich auch in der letzten Folge schon angesprochen habe, ist dieses gelegentliche Facetimen mit Großeltern und sich da einfach zuzuwinken der Austausch ist ja dann nicht unbedingt möglich, aber man kann vielleicht das Kind etwas zeigen lassen oder bei irgendeinem Videocall, dass man selber fühlt, das Kind mal reinwinken lassen oder mal gucken lassen. Und auf diese Weise bekommt das Kind so Anhaltspunkte, was denn so um einen rum passiert. Also was macht der Papi, was macht die Mami da, wenn sie vor dem Computer sitzen und da reinreden oder das mit dem Telefon machen. So hilft man dem Kind zu verstehen, was mit diesen Geräten möglich ist und was passiert. Stellen sie auch hier die Ansprüche nicht zu hoch, also das sollen nicht lange Gespräche sein, man soll dann auch nicht erwarten, dass sich das Kind irgendwie an das erinnert. Es kann wie noch nicht verstehen, dass das jetzt die Grossmami ist, der Grosspapi und dass wenn die morgen kommen, dann habe ich die gestern gesehen, das sind wir zweitausendein Sachen. Das steht noch außerhalb der Wahrnehmung der Kinder, aber das sind Möglichkeiten, wie so erste Experimente oder erste Kontakte mit Medien zu machen.

00:14:09
Seien sie da dabei, verpacken sie das in ein Spiel, so dass es eben nicht nur eine Auseinandersetzung so auf dieser kreativen Ebene ist, sondern dass sich das auch gut anfühlt, weil sie sind dabei und beschützen das ja. Nun sind wir schon im dritten Lebensjahr. Das Kind entwickelt natürlich alle Fähigkeiten stetig weiter, die es entwickelt hat. So ein wesentlicher Teil, den ich hervorheben möchte im dritten Jahr ist, dass das Kind anfängt, Spiele nach gewissen Regeln machen zu können. Also es kann sich quasi langsam irgendwie merken, okay, wir spielen das jetzt so und dann das darf man oder das darf man nicht. Am Anfang darf man die Kinder dann nicht überfordern, im Sinne von gerade ein riesen Regelwerk anzubieten. Also die Aufmerksamkeitsspanne ist immer noch recht klein und das sollte natürlich auch beachtet werden, wenn man Geschichten in irgendeiner Art und Form quasi in Kontakt mit dem Kind bringt, egal ob man die erzählt oder ob das Hörgeschichten sind oder Filme, die sie schauen oder so erste Filme sind, die sie schauen, schauen sie da, dass die Geschichten kurz abgeschlossen sind, um das Kind eben nicht zu überfordern. Was schöne Beispiele sind, sind z.b.

00:15:31
so eine Sendung mit der Maus, da passiert etwas kleines dazwischen, da kommt die Maus, das ist immer die gleiche, da kommt der Elefant, ist auch immer die gleiche, vielleicht wechselt er mal und da gibt es eine Tätigkeit, es passiert etwas Lustiges und das Kind kann so anfangen, so kleine Abläufe zu verstehen, diese vielleicht nachzusprechen, erkennt dann vielleicht auch gewisse Sachen, die sich wieder wiederholen, weil es der Hintergrund immer gleich ist, dass für die Maus immer ein bisschen dickes ist. Und so und solche Sachen gut zu begleiten. Und da die Kinder natürlich immer mehr Freude haben, solche Geschichten zu verfolgen und zu entdecken, wird das natürlich auch so etwas, das sie einfordern werden und sich da langsam erste Mediengewohnheiten eigentlich ins Kinderzimmer oder in die Familie einschleicht. Da empfiehlt sich von Anfang an gut zu überlegen, wie man das macht. Ein Punkt, den ich z.B. wichtig finde, der oft zu auch Überforderung beim Kind führt, ist, wenn sie das Kind auswählen lassen, was es sehen darf, natürlich soll das Kind vielleicht wählen können, ob heute die Maus oder der Bär drankommt. Suchen sie die Inhalte aus und zeigen sie das dann quasi dem Kind schon vorbereitet. Also diese Gewohnheit, die wir als Erwachsene haben, irgendwie Tablet vornehmen oder Fernseher anmachen und dann scrollen, scrollen, scroll, dann zeigt man ja, wie schon dem Kind so viele Sachen gibt und das Kind wird das Gefühl haben, ich muss das alles gucken, was da kommt oder wird abgelenkt oder kann sich dann wie auch nicht mehr einlassen.

00:17:13
Also schauen sie, dass sie da ein gutes Vorgehen findet. Mami sucht aus, Papi sucht aus, Tatak Knopf und dann genießen sie zusammen die Inhalte. Hier wird es natürlich auch wieder das Thema, dass das Kind immer das gleiche schauen will. Haben sie da Geduld, begleiten sie das Kind, stellen sie Fragen, erklären sie vielleicht irgendwas, versuchen sie herauszufinden, wo das Kind stecken bleibt in seinen Gedanken, weil es ist jetzt daran, wie so diese Figuren auch bisschen zu entschlüsseln, also die Rollen dahinter oder so Bezüge zwischen dem Licht oder dem Hintergrund oder der Musik in Kombination mit der Geschichte so zu entschlüsseln und merkt dann die Melodie kommt, das hat damit zu tun, dass diese Figur jetzt kommt. Also solche Sachen zu konstruieren. Und dann noch ein spannender es gibt Studien, die zeigen, dass im Alter von um die drei Jahren das Fernsehen am meisten Vorteile für die Sprachentwicklung hat bei Kindern. Und das hat damit zu tun zweitausendein oder die Bedingung dafür ist, und das ist ganz wichtig, auch bei so anderen Studien, die sie vielleicht irgendwie lesen, die sind immer sehr spezifisch, Fernsehschauen ist gut für die Sprachentwicklung, sondern Kinderfernsehschauen im speziellen solche Sachen wie z.B. sesamstraße oder so diese klassischen alten Erklärfilme.

00:18:40
Also das sind erwachsene Personen, die in einer deutlichen Sprache Gegenstände in die Kamera halten und zeigen und sich über diese Gegenstände unterhalten und dann passiert etwas mit dem Gegenstand und so entstehen ganz viele Perspektiven auf diesen spezifischen Gegenstand. Und das ist das, was der Sprachentwicklung der Kinder in diesem Alter ganz stark hilft, um eben diese Verbindungen im Hirn zu machen. Also das noch zum Ÿousand, zum Thema Einfluss auf die Sprachentwicklung. Man weiß auf der anderen Seite auch, dass wenn in dieser Zeit halt wahnsinnig viel Zeit damit verbracht wird, nur Fernsehen zu schauen und vor allem verschlimmert sich das, wenn das dann nicht Fernseher ist, der altersgerecht ist, dass sich diese Sprachentwicklung eben negativ entwickelt. Also in dieser Zeit müssen Kinder reden, sie müssen zuhören, sie müssen am besten viele Gespräche halten, entwickelt sich das am besten und gesündesten. Und jetzt werden die Kinder vier und für viele Kinder ist das der letzte Moment, wo die alleinige Kontrolle, mit wem das Kind in Kontakt kommt, allein bei den Eltern liegt. Also spätestens, wenn sie in den Kindergarten gehen, da sind 20 oder 15, 1620 andere Kinder und spätestens, und dann werden Kinder quasi in eine breitere Palette von Mediennutzungen integriert, weil die Kinder erzählen, das eine oder andere Kind bringt vielleicht irgendetwas mit, die Kinder besuchen sich und so. Das ist sowieso der späteste Punkt, wo man es schafft, quasi das Kind so ganz abzuriegeln von der Mädchenwelt, wenn man quasi das als Ziel hat.

00:20:30
Die Kinder sind jetzt in einem Ÿousand Alter, wo es immer wichtiger wird, so dieses du und ich und dieses du und ich mit Regeln zu erlernen. Und darum sind sie auch im Kindergarten, um das irgendwie da begleitet, diese Experimente machen zu können. Es ist auch so das erste Alter, wo Kinder anfangen, sich für ein Thema zu interessieren und so zu kleinen Experten für Schmetterlinge, Dinosaurier, Zwerge, Pokémons, Autos, irgendetwas zu werten. Also so die geistige Kraft auf ein Thema zu konzentrieren und da das wissen zu wollen, was es da noch alles gibt. Ja, und es ist auch so die Zeit, wo Kinder lernen, so feinmotorische Sachen zu verfeinern. Fahrradfahren gehört dazu, da braucht es schon so spezielle Bewegungen, die einen Wagen sich schon so ans schwimmen, schwimmen, tauchen an solche Sachen. Also hier findet auch eine Vertiefung statt, wie vorher bei dem Beispiel, wo Kinder eben Experten werden von einzelnen Themen, die sie interessieren. So in der Theaterecke kann man verfolgen, wie dann die Kinder anfangen, gewisse Handlungsabläufe, also sogenannte Scripts, die sie kennen aus Kinderfilmen oder so Ÿousand nachzuspielen.

00:21:56
Also so typische Szenarien, die in Geschichten immer wieder vorkommen, wie selbst zu interpretieren und die in einen anderen Kontext zu setzen, also auch Rollen zu verteilen und die dann nachzuspielen und neu zu interpretieren. Es wird auch aktuell für die Kinder, dass sie sich wie in andere Personen hineinversetzen können, dass sie wie überlegen können, wie fühlt sich diese Person in dem Moment an. Und hier zeigt sich natürlich schon der große Wert, den Rollenspiele haben können, weil da übt man ja diese Perspektive weg. Einmal ist man der Hund, manchmal ist man der Bauarbeiter, manchmal ist man der Rabe, versetzt sich so in andere Rollen rein und spielt das nach. Und hier kann man das fördern, indem man kleine Geschichten so als Stop Motion nachspielt, mit Playmobilen und einer einfachen Kamera. Wahrscheinlich wird die Geduld noch nicht da sein, um so einen fünfminütigen Stopp Motion Film zu machen. Ist vielleicht auch eine gute Zeit, das Kind mit einem Fotoapparat auszustatten. Schauen sie, dass das Kind ein Fotoapparat hat, das es auch mal fallen lassen kann, weil in der Aufregung kann das Ÿousand irgendwie gut mal passieren und Kinder können sich da schon so wie so auf die Suche machen und einen Gegenstand fotografisch darstellen.

00:23:29
Eine andere Möglichkeit ist natürlich so diese filmischen Mittel, irgendwelche Modeschauen oder Tierzirkusse, diese aufzunehmen. Schauen sie da darauf, und das muss auch im Austausch mit den Kindern passieren, solche Szenen zu begleiten und auch zur Sprache zu bringen, wann ist es cool, so etwas aufzunehmen, weil man das vielleicht nachher brauchen kann oder weil man das vielleicht jemandem schenken kann, weil man vielleicht den Tierzirkus dann dem Omi schicken kann oder so. Und aber schon auch diese Perspektive reinzubringen. Dann macht es aber auch Sinn, einfach nur ganz da zu sein und zuzuschauen. Und ich weiß, das ist ein schwieriges Thema, z.B. bei so Schulvorführungen oder bei Kindergartenvorführungen, da sitzt man dann da und hat dreiig 40 Personen, die alle das natürlich hochhalten. Und das sehe ich durchaus auch als Wertschätzung. Die wollen es festhalten, weil sie sind so stolz auf ihre Kinder und denken an später.

00:24:35
Die Frage ist halt einfach, wie das aussieht, wie das wirkt. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass sich die Kinder finden, dass sie zu wenig Aufmerksamkeit oder so, weil sie haben ja auch schon gemerkt, das sind schöne Momente, die filmt man. Ich würde aber gerade vor allem Fachkräfte in diesem Bereich oder vielleicht auch Eltern, die in Elternräten schon organisiert sind, dahingehend darauf pochen, solche Veranstaltungen so richtig gut aufzunehmen. Also lieber jemand anzustellen, der das macht, der auch weiß, wie das geht. Und dann kann man diese Sachen auch so punkto Datenschutz mäßig wie so ein bisschen besser handhaben. Zweitausendein es ist natürlich irgendwie dann schwierig, wenn eine Mutter irgendwie findet, ich lade das auf irgendein Netzwerk hoch und dann sind alle anderen Kinder drauf. Also da braucht es eine Sensibilität. Und ja, da gilt auch schon bei Vierjährigen gilt das Recht am eigenen Bild.

00:25:30
Die Kinder können entscheiden, müssen entscheiden, ob sie einer solchen Verbreitung beisteuern wollen. Und ich beobachte die Leiter an vielen Institutionen so ein wir lassen es einfach tun. Und das liegt zum Teil auch an den Eltern, die sich das wie nicht verbieten lassen. Und da lohnt es sich, Zeit zu investieren, einen guten Plan zu haben, dem zuvor zu kommen und dann eben wie zu schauen, eine gemeinsame Lösung zu haben. Aber so etwas fängt auch schon im Familienrahmen an, mit den Kindern darüber zu sprechen, hey, wann willst du fotografiert werden, wann nicht? Es ist so, dass das Kind selbst entscheiden darf und Eltern entscheiden nur in Vertretung für das Kind. Also die Eltern dürfen eigentlich ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse in die Entscheidung, ob das Kind jetzt fotografiert wird oder nicht, nicht einbezogen werden, sondern es zählt nur das Interesse des Kindes. Und das ist sehr spannend.

00:26:32
Ich habe ja zeitlang mit Primarschulkindern gearbeitet und da war es dann auch ein Teil davon, ja, wann wurdest du ungefragt fotografiert? Und der Hintergrund der Frage war, die Freunde, die sind alle so, ja, die fotografieren einfach, die Jungen, die machen das so. Und die Kinder haben alle gesagt, ich werde ungefragt fotografiert. Aber so die ersten Personen, die genannt wurden, sind die Eltern. Und ja, es ist natürlich ein Thema, haben die Eltern nicht einfach das Recht, ihre Kinder zu fotografieren? Es ist einfach eine verpasste Chance, wenn man mit den Kindern nicht wenigstens von Zeit zu Zeit dieses Gespräch führt und vielleicht dann schon anfängt, Regeln, einfache Regeln, die die Kinder verstehen können, da einzuführen. Also heute machen wir Fotos, bist du einverstanden? Wollen wir dieses Foto Op schicken kommen wir schauen die Fotos zuerst an.

00:27:26
Also die Kinder da schon bewusst in die Entscheidung reinzunehmen. Und das ist das, was es ja dann entscheidend macht, ob wir Medien einfach brauchen oder ob wir reflektieren und schlussendlich Medienerziehung machen, indem wir eine Ebene einbauen und mit dem Kind eben diese relevanten Fragen einbringen. Also passen sie gut auf, dass vor allem Rollenspiele ja davon leben, zu reagieren auf das, was in der Umgebung ist. Es braucht mal auch ein Tief in der Spannung, wo man nicht weiß, was passiert oder wo man so ein bisschen streitet. Und wenn da immer Erwachsene zu präsent sind oder dann eben einfluss nehmen, indem sie ganz auffällig mit der Kamera kommen und das filme, dann verändern sich zweitausendein dieses Setting und das Spiel und die Freiheit. Und es ist immer so ein bisschen die Frage, ob man das im Moment gerade möchte. Was auch noch passiert, das habe ich vorhin noch so ein bisschen vergessen, ist, dass Kinder immer genauer so rein motorische Bewegungen machen können und sie fangen jetzt an, Tablets und Handys anfangen selbst bedienen zu können. Also natürlich swipen Kinder auch früher schon.

00:28:46
Das hat aber mehr einfach damit dazu tun, dass sie eine Bewegung nachahmen. Das heißt nicht, dass sie wissen, was das passiert. Also das bestätigt sich dann darin, dass sie dann eben vielleicht auch in Büchern swipen oder irgendwie auf sonstigen Oberflächen. Also sie kennen die Bewegung und sie wissen, dass es dazu eine Fläche braucht, aber sie können nicht antizipieren, was da passiert. Und das können Kinder schon. Maustastatur ist dann noch schwierig, darum haben sie dann auch lieber her Handys oder Tablets, was halt auch für uns Erwachsene heißt, da langsam aufzupassen, weil sie die Geräte selber benutzen können. Diese Fähigkeit, Geräte zu bedienen, bringt uns natürlich dann auch dazu, dass die Kinder fähig werden, Apps alleine zu gebrauchen. Da gibt es ja schon auch für kleinere recht gute und schöne Apps, also Bilderbuch Apps oder so kleine, sehr minimalistisch aufgebaute Spiele.

00:29:44
Lassen sie sich da gerne inspirieren und es spricht nichts dagegen, wenn Kinder ab zwei, drei Jahren so erste Erfahrungen mit solchen Spielen machen. Das ist aber ganz wichtig, dass in dieser ganz ersten Zeit, dass es immer zusammen passiert. So in dem Alter, wo sie im Kindergarten sind, sind Kinder dann schon fähig, so gewisse Sachen alleine zu machen, weil sie dann eben auch so Zusammenhänge in den Apps verstehen. Also die Apps bringen natürlich Möglichkeiten, Geschichten in den Alltag zu bringen. Man muss aber diese Geschichten entdecken, weil es gibt die interaktiven Möglichkeiten und das ist natürlich das, was im ersten Moment ins Auge sticht. Und im Kindergartenalter sind sie dann eben fähig, solche Geschichten selber zu entdecken. Darum kann man das eine oder andere Spiel auch dann alleine natürlich in der Begleitung, dass man das Kind im Auge hat, was es macht, wie es ihm geht, aber es kann kleine, einfache Spiele alleine machen. Natürlich werden da viele Fragen auch kommen und dieser Aspekt der Anschlusskommunikation, den wir ja auch schon im letzten Video erwähnt haben, der ist und bleibt über die ganze Zeit immer wichtig.

00:30:59
Also der Medienkonsum hört in dem Sinne nicht auf, in dem Moment, wo sie zweitausendein das Tablet abschalten oder sich einer anderen Tätigkeit zuwenden, sondern dann beginnt die Zeit des Verarbeitens, wo vielleicht die Geschichte nachgespielt werden und noch Fragen aufkommen oder das Kind plötzlich einen Bezug macht zu irgendetwas, das es irgendwo sieht und das ähnelt dem Bild, das es begegnet ist. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt dieser Mädchenerziehung, also diese Sache bewusster machen. So, nun ist das Kind im Kindergarten, es ist fähig, schon Geschichten wahrzunehmen, Geschichten selber zu spielen, auch Geräte selber ein bisschen zu bedienen. Ja, da bleibt vielleicht irgendwie noch so die Fragen nach der Zeit, obwohl ich eben all die anderen Aspekte viel wichtiger finde, als dann wirklich diesen Zeitaspekt. Vielleicht ist es nicht so wichtig, an die Zeit zu denken, sondern wie an die Abwechslung. Also so eine Tätigkeit allzu lang zu machen, ist meistens nicht so gut. Also die Kinder sollen sich vor allem auch noch bewegen in dieser Zeit. Das ist ganz etwas wichtiges und ich würde da vielleicht gar nicht unbedingt so stark unterscheiden zwischen guten und schlechten Medien oder Medien und anderen Sachen.

00:32:25
So langes, konzentriertes Sitzen und sich nicht zu bewegen, ist nicht, was sie brauchen. Und da lohnt es sich, Anreize zu geben, mal etwas anderes zu machen oder halt die Regeln so zu machen, dass jetzt wieder etwas anderes aktuell ist. Das bringt uns zum Schluss dieser Folge. Ich werde das so in diesem Modus noch ein bisschen weitermachen. Also jetzt sind wir im Kindergarten, wahrscheinlich kommen wir im nächsten Podcast dann, ich würde sagen Ende Grundschule und so ein bisschen Schritt für Schritt weitermachen. Also auch bei den Jugendlichen lohnt sich das so bisschen die Entwicklungsschritte anzuschauen und die mit der Mediennutzung in Verbindung zu bringen, weil ich glaube ja, das verliert sich. Es ist bei den Kleinkindern schon noch ein bisschen anders, weil da die ganz großen Entwicklungsschritte passieren und man vielleicht da auch mehr Angst hat, Fehler zu machen, weil weil ja, die kleinen Kinder sind halt einfach auch noch zerbrechlich. Aber auch bei den großen schlussendlichen, auch bei uns Erwachsenen spielt natürlich immer so diese Entwicklung ganz eine wichtige Rolle.

00:33:26
Darum werden wir das weitermachen. Ich danke dir, dass du dabei warst. Wie immer gilt natürlich, gibt eine Rückmeldung. Du hast jetzt ja auch über die Webseite Möglichkeiten, Kontakt aufzunehmen. Du bist wirklich eingeladen mitzumachen, beizutreten, Newsletter zu abonnieren und so weiter und so fort. Ich danke dir fürs Zuhören. Ich danke dir für deine Rückmeldung. Denk vielleicht auch daran, den Link des Podcasts an deine besten Freunde weiterzuschicken, so dass sich der Hörerkreis so ein bisschen erweitern kann.

00:33:59
Und da bleibt mir nichts mehr anderes zu sagen als Tschüss und bis nächstes Mal.

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